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Neuland

Gruppenfoto Mitgliederversammlung 2020

Am 28.11.20 fand unsere Mitgliederversammlung statt. Wir treffen uns zweimal im Jahr persönlich. Dieses Jahr mussten wir nicht nur das Frühjahrstreffen Corona bedingt absagen, auch das Treffen im Oktober konnte nicht wie geplant stattfinden. So hielten wir unsere erste Online Versammlung ab. Aus kleineren Arbeitsgruppen kennen wir das natürlich, da wir alle verstreut im Lande wohnen, aber für unsere größeren Treffen war es eine Premiere.

Es lief gut und wir hatten durch das Online Treffen sogar die Möglichkeit, Calcutta Rescues CEO Jaydeep aus Kalkutta zu Beginn dabei zu haben, der uns direkt ein aktuelles Bild zur Situation in Indien geben konnte. Auch nahmen zwei Vereinsmitglieder teil, die schon länger nicht aktiv waren und sie die Gelegenheit nutzten, nur eine kurze Anreise zum eigenen PC zu haben. Das hat uns sehr gefreut.

Unsere persönlichen Treffen sind nicht nur für wichtige Gespräche, Diskussionen und Ideenfindungen wichtig, sondern auch um den besonderen Geist, der uns in der Arbeit für die Ärmsten in Kalkutta immer wieder zusammenbringt und verbindet, zu spüren und mit neuer Motivation in die Zukunft zu gehen.

Wir haben uns über die Förderprojekte vor Ort ausgetauscht und über die diesjährigen massiven Herausforderungen und wie beeindruckend diese bewältigt wurden, schauten zurück auf das Jahr mit unserer Öffentlichkeitsarbeit und der Kooperation mit den anderen Fördervereinen in Europa, auf die besondere Spendenaktion im Sommer, für die weltweit eine Wanderung stattfand und sehr viel Geld für Kalkutta einbrachte.

Und wir schauten nach vorne, viele Ideen sind schon ausformuliert und in Planung, durch die Krise muss manches noch pausieren und wir hoffen sehr, dass wir bald wieder aktiver werden können und sich auch die Situation in Kalkutta reguliert und die Patienten wieder ganz umfänglich versorgt werden können. Einiger Veränderungen und Normalisierung bedarf es noch, aber das Team vor Ort arbeitet hervorragend und ist immer mehr über sich hinausgewachsen, wie Jaydeep uns berichtete. Und das motiviert auch uns und freut uns sehr.

 

Taskia erzählt über ihren Diabetes und den Lockdown

Taskia Paik

Taskia Paik, 35 Jahre alt, ist eine Diabetes-Patientin von Calcutta Rescue. Sie lebt in einem Dorf im Distrikt South 24 Parganas, das mehr als 50 Kilometer von der Talapark-Ambulanz von Calcutta Rescue in Kalkutta entfernt ist.
"Normalerweise brauche ich fast drei Stunden, um die Ambulanz zu erreichen. Ich nehme einen Zug und danach muss ich in einen Bus umsteigen, um Talapark zu erreichen", sagte Taskia.
Taskia lebt mit ihrem Mann und ihren 4 gemeinsamen Kindern. Alle ihre Kinder sind in der Schule. Taskia ist Hausfrau. Ihr Mann arbeitet als Tagelöhner und er hat keinen festen Job. In der Zeit des Lockdowns hatte er seine Arbeit verloren, danach fand er eine befristete Arbeit in einer Taschenfabrik. Der Verdienst ist jedoch mager und reicht nicht für sechs Personen.     Weiterlesen...

 

 Calcutta Rescue Medizinisches Team zur Rettung!

Dr. Ghosh während Corona

"Das Infektionsrisiko, die Abriegelung durch die Regierung, Eindämmungszonen, Monsunüberschwemmungen, die Notwendigkeit, weite Strecken zurückzulegen... nichts kann mein Team davon abhalten, weiterhin den Begünstigten von Calcutta Rescue zu dienen. Das sagt Dr. Ghosh, die stellvertretende Geschäftsführerin, die seit Beginn der Pandemie an vorderster Front an der Anpassung der Arbeitsweise der Hilfsorganisation mitgewirkt hat.

Hier spricht sie über die Änderungen, die zum Schutz der Patienten und des Personals eingeführt wurden:

"Die COVID-Situation hier in Westbengalen hat sich in den vergangenen zwei Monaten dramatisch verschlechtert, und die Zahl der täglichen Fälle nimmt weiter zu, wobei mehr als die Hälfte davon in und um Kalkutta herum auftritt.

Glücklicherweise     Weiterlesen...

 

 Jahresbericht

Jahresbericht 2019-20

Unser Projektpartner Calcutta Rescue hat seinen Jahresbericht für das Finanzjahr 2019/20 veröffentlicht.

Calcutta Rescue hat 2019/20

  • 70 Millionen Indische Rupien (815.000 €) an Spenden erhalten
  • 16.689 Patienten versorgt, das sind 1% mehr als im Jahr zuvor
  • 650 Schüler unterrichtet
  • fast 2 Millionen Indische Rupien (23.000 €) an Handarbeiten verkauft
  • mit 32 Freiwilligen gearbeitet

Den vollständigen Jahresbericht (auf Englisch) gibt es hier.

 

Video-Interview von T-Online mit Jaydeep

t online

T-Online.de hat ein Video-Interview mit Jaydeep, dem Leiter von Calcutta Rescue, geführt. Das Video führt vor Augen, wie schwer sich Indien mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie tut. Zum Beispiel empfiehlt die WHO, sich regelmäßig die Hände mit fließendem Wasser zu waschen, aber die meisten Slumbewohner haben keinen Zugang zu fließendem Wasser. Er erklärt, dass Indien in den letzten Jahren im Schnitt etwa $70 pro Einwohner ins Gesundheitssystem investiert hat während China etwa fünfmal und Länder in Europa zwischen 20- bis 40-mal so viel pro Einwohner ausgegeben haben. Die Pandemie legt die Schwächen des Gesundheitssystems offen. Den vollständigen Artikel mit dem Video gibt es hier: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88484772/corona-in-indien-es-wurden-so-viele-leben-zerstoert-.html

 

Bhabotosh erhält trotz Ausgangsperre seine lebensnotwendigen Medikamente

Bhabotosh
Bhabotosh erhält seine Medikamente

Bhabotosh ist ein 45jähriger Diabetes-Patient, der 110 km südlich von Kalkutta tief im Wald der Sundarbans lebt. Bei uns ist die Gegend der Sundarbans vor allem als größtes Mangrovengebiet der Erde und als Lebensraum einer großen Population des Bengalischen Tigers, dem jedes Jahr Menschen zum Opfer fallen, bekannt. Viele unserer Volontäre haben über die Jahre hinweg die Sundarbans als touristisches Ausflugsziel genutzt, um dort die einzigartige Natur zu sehen und um mal raus aus der Millionenstadt Kalkutta zu kommen. Für Bhabotosh bedeutet es, dort zu leben, dass er drei Flüsse durchqueren muss, um zu seinem Haus zu kommen. Während der Ausgangssperre, die die indische Regierung aufgrund der Corona-Pandemie verhängt hat, war es für ihn unmöglich, zur Ambulanz von Calcutta Rescue nach Kalkutta zu kommen. Da der erhöhte Blutzuckerspiegel seine Niere geschädigt hat, hat er eine Spenderniere transplantiert bekommen. Nimmt er nicht regelmäßig Medikamente, um sein Immunsystem zu unterdrücken, stößt sein Körper das fremde Organ ab. Zum Glück hat Calcutta Rescue eine Sondererlaubnis erhalten, um auch während der Ausgangssperre unterwegs sein zu können. So konnte ihm Munna, ein Mitarbeiter der Talapark-Ambulanz von Calcutta Rescue, die lebensnotwendigen Medikamente vorbeibringen. Dankbar sagt Bhabotosh: „Ich wäre gestorben, wenn Calcutta Rescue nicht da gewesen wäre, um mich zu unterstützen.“   

Weitere Informationen zum Diabetes-Projekt